Für eine angstfreie Zivilgesellschaft. Gegen Hass und Manipulation im Netz.

Fearless Democracy e.V.

Ende 2016 startete ich eine private Aktion mit dem Titel #KeinGeldFürRechts. Ich stellte fest, dass viele Unternehmen meist ohne ihr Wissen auf Seiten warben, die rechtspopulistische oder rechtsradikale Inhalte hatten und diese damit finanzierten. Ich forderte User auf, die betreffenden Unternehmen darauf aufmerksam zu machen. Die Aktion veränderte etwas in der Fach-Öffentlichkeit. Sie veränderte nach tausenden von Beleidigungen, Drohungen und Mordaufforderungen aber auch mein Leben: Die rechte Gegenöffentlichkeit terrorisierte mich wochenlang und mein Umfeld. Ich verließ meinen Job bei Scholz & Friends und gründete mit Freunden einen Verein.

Der Verein

Fearless Democracy e.V. wurde im Jahr 2017 gegründet. Wir sind ein Netzwerk von Menschen, die glauben, dass gerade Social Networks große konzeptionelle Lücken enthalten, die von den Gegnern der offenen Demokratie ausgefüllt werden. Diese konzeptionellen Fehler begünstigen Hetze, Desinformation und Hass und bringen die offene Demokratie in die Defensive. Hier Wissen zu schaffen und zu helfen, ist unsere Aufgabe als Verein.

Wir legen offen

Das Internet wird zunehmend zur politischen Manipulationsmaschine. Content-Hacks, Shitstorms, Rufmord: Wir helfen der Zivilgesellschaft politische Manipulation im Netz zu erkennen und zu verstehen. Mit Datenjournalismus, Event-Beiträgen und inhaltlichen Analysen.

Wir schützen

Immer mehr Menschen erleben politischen Hass im Internet. Gerade ein Shitstorm ist dabei ein sehr einschneidendes und einzigartiges Erlebnis. Wir helfen dabei, dass sich Menschen künftig schützen können. Mit Deutschlands erster Plattform zur Beratung von Angegriffenen.

Wir stärken

Die Erfahrungen, die wir gemacht haben, sind gerade für die zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit äußerst relevant. Als Verein, der sich auch an andere zivilgesellschaftliche Akteure richtet, teilen wir unser Wissen um Hass und Desinformation im Internet als Netzwerk-Partner.

Projekt: Hate Aid

HateAid ist unser größtes Projekt dieses Jahr und eine echte Herzensangelegenheit. Schon seit mehr als einem Jahr helfen wir Menschen, die zum ersten Mal einen politischen Shitstorm erleben beim Durchstehen dieser Erfahrung.

2017 launchten wir bereits einen Selbsthilfe-Guide als PDF, der von Menschen geschrieben wurde, die diese Erfahrung schon machen mussten. Jetzt bauen wir daraus Deutschlands erste Hilfsplattform für Menschen, die digitale Gewalt erfahren müssen.

Daten-Journalismus

Massenhass, Desinformation und politische Shitstorms sind nur selten zufällig. Auch hier gelten die Regeln des Influencer-Marketing. Ziel sind dabei nicht nur Top-Politiker sondern Jedermann: Intellektuelle, Journalisten, die sich gegen die Neue Rechte auflehnen, Lokalpolitiker. Mittels datenjournalistischer Methoden entschlüsseln wir die Struktur und den Ablauf von Wut-Prozessen und helfen verstehen, was Empörung von organisierten Kampagnen unterscheidet.

Vorträge

Wesentlich für unser Verständnis als Verein ist die Arbeit mit anderen Vereinen, auf Kongressen oder zur Wissensvermittlung auf Konferenzen. Wir sind oft in politischen Gremien eingeladen, unterstützen Digital-Konferenzen oder Panels von Fachverbänden rund um die Frage, wie anfällig unsere Demokratie durch digitale Medien ist. Ein wichtiges Feld, das gerade im Umfeld von Entscheidern immer zentralere Bedeutung annimmt.

Wir suchen Förderer für unsere Arbeit

Als junger gemeinnütziger Verein sind wir von Spenden abhängig. Jeder Euro hilft uns bei einer Arbeit, die relativ neu ist und deshalb auf wenig Starthilfe zurückgreifen kann. Modell zur Förderung gibt es mehrere. Lassen Sie uns gerne darüber reden, falls Interesse daran von Ihrer Seite besteht. Übrigens: Wir sind gemeinnützig und damit spendenabzugsfähig, falls Sie uns unterstützen wollen.

Ein kleiner Videobeitrag über die Frage, warum ich denke, dass Marken ein neues Konzept politischer Haltung brauchen…